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Ich war gerade 14 Jahre alt als meine Eltern mich zu einem Vergnügungspark nach Florida mitnahmen. Ich verliebte mich in die Delphine, aber es waren da auch noch andere Tiere, die mich faszinierten. Ich wusste augenblicklich was für einen Beruf ich erlernen werde, wenn ich gross bin. Ich wollte Dompteur werden. Es dauerte lange um meinen Traum zu verwirklichen. Schliesslich brauchten die Kinder Israels auch 40 Jahre um aus der Wüste zu kommen.

Jesus befreite mich aus einer 10 Jahre dauernden Phase von Trauer, Schuld und Scham. Dennoch zu hören, dass Jesus vom Himmel herabkam um mich von ewiger Verdammnis und den feurigen Abgründen der Hölle zu erretten, war des Guten zu viel. Die Rolle meines Lebens ist gut beschrieben wenn ich sage, dass ER stets der Wiederhersteller meines gebrochenen Herzens war. Er war es auch, der mich an den vielen Samstag Abenden nie alleine liess. Für jede Träne die bei mir floss, Tausend Tränen er vergoss. Er kennt mein Herz besser als sonst jemand.

Na, was war denn alles so schlecht? Ein paar wenige, schlecht plazierte Emotionen, die in meine Gedankenwelt katapultiert wurden. Von 18 bis 27 lebte ich als schwuler Mann. Das College war für mich der Katalysator für mein sündiges Leben. Ich hatte mein erstes homosexuelles Erlebnis während dem Frühlingssemester 1990. Ich lebte noch zu Hause und wurde gezwungen zur Kirche zu gehen, wann immer deren Türen offen waren. Das College gab mir die Freiheit, nicht zur Kirche gehen zu müssen. Als ich am College zu studieren begann, schrieb ich meinen Eltern einen Brief wie es mir im College so ginge. Ich wusste, dass mein Vater immer für mich betete.

Die High School war mühsam und ich war isoliert. Ich hatte nur wenige echte Freunde. Ich war der Schwachkopf der Klasse. Ich war nicht der männlichste Junge in der Schule und wurde deswegen auch gehänselt. Das nährte auch Gerüchte über meiner Person. Schon in der 7. Klasse hatte ich einen zweifelhaften Ruf. Ich wurde als Schwul, komischer Kauz und als Weichei bezeichnet. Andere “bestätigende“ Übernamen kamen noch dazu. Furcht und Hass wurden meine neuen und besten Freunde. Diese verbalen Rufschädigungen verwurzelten sich stark in meine Gedanken. Ich begann zu glauben, dass meine Gleichaltrigen recht hatten. Mein Programm nach der Schule war verschiedene Bars abzuklopfen und von Gott rannte ich weg. Ich hoffte, dass Jesus mich vergessen würde und mich mein Leben leben liess. Mein Leben hinein in die Homosexualität begann ganz unschuldig mit Einsamkeit, Wut und einem tiefen Selbstwertgefühl. In vier Jahren zog ich fünf Mal um. Ein Umzug brachte mich in ein Haus, wo ich Hilfe in Anspruch nehmen konnte. Ich dachte, wenn ich umgeben bin von Männern, wird mich das wieder herrichten. Ich war verzweifelt und suchte nach Antworten und war auch bereit alles zu glauben. Nachdem dieses Jahr der Brüderlichkeit fehlgeschlagen war, gab ich alles auf. Ich betete ohne Unterlass, dass Jesus meine Homosexualität wegnehmen würde. Er tat es aber nie. Betete ich also die falschen Gebete? Hörte mir Gott überhaupt zu? Ein anderes Problem war, dass ich mit meinen Zweifeln und Fragen zu Jesus ging, jedoch nicht mit einem offenen Herzen.

Innerhalb von 5 Jahren zog ich durch drei US-Bundesstaaten. Ich fühlte, dass ich meinem Traum näher kam. Ich verschuldete mich und lief weiter weg vom Plan Jesu für mein Leben. Ein paar wenige, kleine, falsch geleitete Schritte wurden zu einem sündhaften Lebensstil, der bei mir rasch ausser Kontrolle geriet. Ich investierte mich physisch und emotionell stark in jeden Mann, den ich traf. Ich suchte verzweifelt nach Liebe und Annahme. Sex schien nur ein Spielzeug der Beziehung zu sein, die ich suchte. Jedes Treffen füllte mich noch mehr mit tiefer Leere. Während dieser Zeit hörte mein Vater nie auf für mich zu beten. Die Bibel sagt, dass am Ende die Menschen, Liebhaber der Freuden werden, anstatt Liebhaber Gottes. Mein Vater sagte mir stets, dass Trennung von Gott ähnlich ist, wie wenn du in einer Menschenmenge bist, dich aber total alleine fühlst. Ein Gedicht, das ich selber schrieb, illustriert es bestens. Völlige Paranoia herrschte in mir. Ich war noch nie so einsam. Der Mensch ist geschaffen um mit Gott zu kommunizieren. Es war nie seine Absicht, den Menschen in der Einsamkeit versinken zu lassen. Als Jesus meine Homosexualität nicht wegnahm, dachte ich, ich müsste so leben. Weil die Bibel aber sagt, dass Homosexualität falsch ist, ist es nicht möglich, dass Homosexualität und Christentum in meinem Leben koexistieren können. Wie auch immer, ich sagte Gott, dass ich als schwuler Mann leben werde, was auch immer passieren möge. Ich traf mich anschliessend mit einem Mann, den ich im Internet kennen gelernt habe. Er rauchte und ich wurde von ihm verbal schwer beleidigt. Das war kein Volltreffer, aber ich wollte Gott etwas beweisen. Als ich sah, dass meine eigene Sicherheit in Gefahr war, brach ich die Beziehung ab. Das war der Anfang vom Ende. Der letzte Mann mit dem ich zusammen war, war ein echter Kumpel. Er war ein Mann, mit dem ich wirklich „herumhängen“ konnte. Er wollte keinen Sex und er rauchte nicht. Und zwei Wochen nachdem wir uns trafen, wollte er mich schon nicht mehr. Wenige Monate später entschied ich diesen Lebensstil zu verlassen und zu Gott zurückzukehren.

Diesmal war mein Gebet einfach und aufrichtig. Ich betete: „Herr, ich habe während 10 Jahren versucht diesen Lebensstil zu pflegen. Ich kann nicht mehr. Es ist nun Zeit, dass du schaust, was du machen kannst. Hier übergebe ich dir alles.“ Es war keine Forderung an Gott, sondern ein Hilfeschrei.

Am 20. Dezember 1998 übergab ich Gott die Herrschaft in meinem Leben. Ich belud mein Auto und liess Mississippi und die Homosexualität hinter mir. Ich bewegte mich auf Gott zu, schleppte aber meine Beine noch hinter mir her. Der Geist war willig, aber das Fleisch war schwach (Matthäus 5,6). Ich brauchte Zeit um im Glauben zu wachsen und auf Gottes Stimme zu hören. Ich schrieb meinen Freunden einen Brief über meine Reise aus der Homosexualität. Schwule Freunde denunzierten mich, christliche Freunde freuten sich und der Rest war verwirrt „Ist es möglich aufzuhören schwul zu sein?“

Jesus vollbrachte ein paar wunderbare Segnungen in meinem Leben. Drei Tage nach meiner Rückkehr nach Oklahoma im Januar 1999, arbeitete ich zusammen mit meinem Vater. Durch diese Zusammenarbeit mit ihm war ich in der Lage eine Beziehung aufzubauen, die mich als Christ und als Mann stärkte und bestätigte. Der Herr war so gegenwärtig in meinem Leben. Er sandte mir einen Schwimmlehrer, er schenkte mir einen Traumjob, womit ich in der Lage war meine Schulden von über 10’000 US$ zurückzuzahlen. Gott begann das Fundament meiner Träume zu bauen. In kürze stellte Jesus mein Leben wieder her. Ich suchte während 10 Jahren Freude und Erfolg in der Welt – umsonst. In weniger als einem Jahr, krempelte der Herr mein Leben um. Es war nicht immer einfach, aber nur der Gehorsam brachte mich zu den Antworten Gottes für mein Herz.

Gott hätte diesen Weg für mich nie ausgewählt. Wie auch immer, Er hat meine Vergangenheit zu seiner Ehre gebraucht. Eines meiner Ziele in meinem Leben ist es, allen homosexuell Betroffenen den Weg aus der Finsternis heraus aufzuzeigen. Ich nannte die Homosexualität einmal den „Cadillac der Sünde“, perfekt in jeder Beziehung. Sie nistet sich sehr früh und bequem ins Leben einer Person ein. Es scheint natürlich, dass wir glauben sie sei genetisch bedingt. Während andere junge Menschen mit dem anderen Geschlecht ihre ersten Erfahrungen machen, beginnt der gleichgeschlechtlich Empfindende sich anders zu fühlen. Da beginnt auch die Isolation. Stellen sie sich einmal vor, in welchem Kampf sich ein Teenager mit seiner Identität befindet. Dazu kommt noch der Faktor einer allfälligen Auseinandersetzung mit homosexuellen Tendenzen. Oft kommen noch Selbstgerechte, die von Verdammnis, anstatt von Heil sprechen und dazu die Angst vor Ablehnung noch schüren.

Nun praktiziere ich das Zölibat seit 1998. Ich habe nach wie vor das Potential in mir zu straucheln. Der Feind geht weiter herum wie ein brüllender Löwe und sucht das nächste Opfer, das er verschlingen kann. Mein tägliches Gehen mit Jesus und meine Zeit, verwurzelt in seinem Wort halten mich auf dem Boden der Realität. Diese Botschaft erscheint einigen vielleicht als Abriss der Intoleranz und der Ignoranz. Für diejenigen die kämpfen, ist es aber eine Botschaft der Hoffnung. Ich habe eine 10-jährige Insiderkarriere als schwuler Mann hinter mir und ich werde die Botschaft von Gottes heilender Kraft weiter kundtun.

Ich habe Gott schon viele Fragen gestellt. Menschen versuchen immer wieder sich auf die Stufe von Gott hochzuheben. Warum erachten wir uns als eine so fortgeschrittene Spezies? Wir brauchen Maschinen um zu fliegen, die Vögel haben Flügel. Wir brauchen Sauerstoffflaschen um zu tauchen, Fische haben Kiemen. Wir benötigen fremde Hilfe um vieles in unseren Leben vollenden zu können. Warum verdrängen wir das Bedürfnis, dass eine Quelle von aussen unsere geistlichen Bedürfnisse stillen muss. Die Tatsache, dass ich mich auf Jesus verlasse und, dass er die Quelle meiner Kraft ist, ist kein Zeichen der Schwäche, sondern macht mich reich. Meinen Glauben wird so gestärkt und ich kann an all seinen Segnungen teilhaben. Was wäre passiert, hätte ich den schwulen Lebensstil „verhindern wollen“ und hätte mich Gott früher ausgeliefert? Ich hätte meine Träume sicherlich früher realisiert. Ich müsste sicherlich nicht die 10-jährigen Erfahrungen aufarbeiten. Der Herr erneuert meine Gedanken täglich, aber der Feind benutzt meine Erinnerungen um mich von Zeit zu Zeit zu bremsen. Tierdompteure haben ein Trainingskonzept, wo sich das Verhalten der Tiere ändert. Ich muss zugeben, dass all die Clubs, die Aufmerksamkeit und all die Kraft aus der Szene mich oft beflügelten. Eines der härtesten Dinge die es gibt, ist es ein Tier so zu trainieren, dass es sich anders verhält als es sich von Natur aus verhalten sollte. Es ist machbar, aber die ganzen Änderungsprozesse sind mit einem grossen Kraftakt verbunden. Ich kann mir nur schwer vorstellen, nun einen 20 oder 30-jährigen Prozess der Veränderung vor mir zu haben. Ich stand dort, wo Teenager stehen, wenn sie mit homosexuellen Neigungen kämpfen. Ich kann aber vertrauensvoll sagen, dass je früher ein homosexueller Lebensstil verlassen wird, je grösser die Chancen sind, sich zu verwirklichen. Da ich den Weg jung herausschaffte, ist es mir gelungen, die gebrochene Beziehung zu meinem Vater wiederherzustellen. Ich kenne Männer, die ihre Väter verloren haben, bevor sie an sich zu arbeiten begannen. Ich habe die Gabe der Jugend noch und ich kann die Teenies noch erreichen, bevor sie die gleichen Fehler wie ich begehen. Der Herr stellt mich gerade in die beste Umgebung, wo ich helfen kann zwischen Väter und ihren Söhnen Brücken zu bauen.

Ich verdiene keine Ehrengoldmedaille für die 10 Jahre die ich in der schwulen Welt lebte. Gott würde es vorziehen, dass wir rein und heilig bleiben. Ich kann diese 10 Jahre, die ich verlor nicht ungeschehen machen. Wie auch immer, Gott kann das, was ich gelernt habe gebrauchen, um zu verhindern, dass andere auf die gleiche Strasse des Verderbens kommen. Ich mache mir grosse Sorgen für die nächste Generation von Menschen mit homosexuellen Neigungen. Viele Eltern haben vergessen, dass ihre Familie eigentlich erste Priorität hat und sie geben auch oft ihre ungelösten Fälle und Wunden ihren Kindern weiter. Kinder widerspiegeln oft die Wut, die Bitterkeit und der Stolz der Eltern. Das sind Emotionen, die zum eigenen Schutz gebraucht werden, um eine Wand aufzubauen zwischen ihnen und der Freiheit einer Beziehung mit Jesus Christus.

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